"Ruander aus allen Gesellschaftsschichten gedenken am 7. April zum 32. Mal des Völkermords an den Tutsi im Jahr 1994 – an jenem Tag, an dem das damalige Regime offen eine der schrecklichsten Gewaltkampagnen der Menschheitsgeschichte entfesselte.
Der Völkermord war kein spontanes Ereignis. Er wurde sorgfältig geplant und durchgeführt. Die Ideologie wurde über Jahre hinweg gepflegt, war tief in der Gesellschaft verwurzelt und wurde in der Bevölkerung aktiv verbreitet."
"Im Kern wurde es jedoch durch Diskriminierung und Hassreden genährt – Kräfte, die gewöhnliche Menschen dazu brachten, sich geistig und physisch an den Gräueltaten zu beteiligen. Jahrzehntelange Indoktrination brachte Nachbarn gegeneinander auf.
Die Geschichte zeigt, dass viele Täter keine Fremden waren, sondern gewöhnliche Bürger, einst gute Nachbarn, Familienmitglieder und Bekannte derer, die sie töteten. Sie waren Teil derselben Gemeinschaften, die sie letztlich zerstörten."