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Sui
Sui
@Sui@troet.cafe  ·  activity timestamp 6 hours ago

Das ist eine echte politische Analyse von dem, was die #CDU / #CSU gerade veranstalten und nicht dieser "die verstehen das einfach nicht"-Bullshit.

Die Rechten wissen, es ist Klassenkampf.

Die Linken (Sozialistinnen, Kommunisten, usw.) wissen, es ist Klassenkampf.

Die Liberalen und Linksliberalen hingegen verstehen nicht, was Systemlogiken und Pfadabhängigkeiten sind.

https://jacobin.de/artikel/arbeitszeit-cdu-merz-wirtschaftsrat-zwang-wohlstand-krankengeld

#Arbeit #Armut #Klassismus

Stummer Zwang mit vielen Worten

Die Forderungen des Arbeitgeberflügels der Union sind aber keineswegs bloß ein rhetorisches Ablenkungsmanöver. Was mit dem erklärten Ziel, der »Sicherung von Arbeitsplätzen«, eigentlich gemeint ist, ist die Sicherung der Kontrollgewalt über Arbeitskraft. Denn die formale Freiheit, die die liberale Ordnung dem Arbeiter zugesteht, stellt den Kapitalisten vor ein Dilemma: Anders als noch in der Sklaverei oder Leibeigenschaft kann er den Arbeiter nicht mit Gewalt zur Arbeit zwingen. Das muss der von Karl Marx so bezeichnete »stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse« leisten: Wer kein ausreichendes Vermögen hat, um vom Arbeitszwang auch wirklich frei zu sein, muss sich eben doch in abhängige Beschäftigung begeben – und zwar umso mehr, je leidvoller ein Leben ohne Arbeitseinkommen ist. Das heißt, je desolater die wirtschaftliche Lage der Lohnabhängigen ist, desto wahrscheinlicher gehen sie einen für sie nachteilhaften Deal ein. Formal gesehen bleibt diese Entscheidung dennoch frei: Gezwungen hat sie nicht der Kapitalist, der davon profitiert, sondern ihre »objektive« ökonomische Situation.
Stummer Zwang mit vielen Worten Die Forderungen des Arbeitgeberflügels der Union sind aber keineswegs bloß ein rhetorisches Ablenkungsmanöver. Was mit dem erklärten Ziel, der »Sicherung von Arbeitsplätzen«, eigentlich gemeint ist, ist die Sicherung der Kontrollgewalt über Arbeitskraft. Denn die formale Freiheit, die die liberale Ordnung dem Arbeiter zugesteht, stellt den Kapitalisten vor ein Dilemma: Anders als noch in der Sklaverei oder Leibeigenschaft kann er den Arbeiter nicht mit Gewalt zur Arbeit zwingen. Das muss der von Karl Marx so bezeichnete »stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse« leisten: Wer kein ausreichendes Vermögen hat, um vom Arbeitszwang auch wirklich frei zu sein, muss sich eben doch in abhängige Beschäftigung begeben – und zwar umso mehr, je leidvoller ein Leben ohne Arbeitseinkommen ist. Das heißt, je desolater die wirtschaftliche Lage der Lohnabhängigen ist, desto wahrscheinlicher gehen sie einen für sie nachteilhaften Deal ein. Formal gesehen bleibt diese Entscheidung dennoch frei: Gezwungen hat sie nicht der Kapitalist, der davon profitiert, sondern ihre »objektive« ökonomische Situation.
Stummer Zwang mit vielen Worten Die Forderungen des Arbeitgeberflügels der Union sind aber keineswegs bloß ein rhetorisches Ablenkungsmanöver. Was mit dem erklärten Ziel, der »Sicherung von Arbeitsplätzen«, eigentlich gemeint ist, ist die Sicherung der Kontrollgewalt über Arbeitskraft. Denn die formale Freiheit, die die liberale Ordnung dem Arbeiter zugesteht, stellt den Kapitalisten vor ein Dilemma: Anders als noch in der Sklaverei oder Leibeigenschaft kann er den Arbeiter nicht mit Gewalt zur Arbeit zwingen. Das muss der von Karl Marx so bezeichnete »stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse« leisten: Wer kein ausreichendes Vermögen hat, um vom Arbeitszwang auch wirklich frei zu sein, muss sich eben doch in abhängige Beschäftigung begeben – und zwar umso mehr, je leidvoller ein Leben ohne Arbeitseinkommen ist. Das heißt, je desolater die wirtschaftliche Lage der Lohnabhängigen ist, desto wahrscheinlicher gehen sie einen für sie nachteilhaften Deal ein. Formal gesehen bleibt diese Entscheidung dennoch frei: Gezwungen hat sie nicht der Kapitalist, der davon profitiert, sondern ihre »objektive« ökonomische Situation.
JACOBIN Magazin

Eine »Arbeitnehmer-Agenda« aus Arbeitgeber-Träumen

Von wegen »Wohlstand erhalten« und »Arbeitsplätze sichern« – bei den Reformvorschlägen von CDU-Wirtschaftsrat und Co. geht es in Wirklichkeit darum, errungenen Wohlstand von den Lohnabhängigen abzuziehen, um die Macht der Bosse am Arbeitsplatz zu steigern.
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