Ki sagt: Foto ist Kunst – Hurz!
Alle Welt meckert über LLMs. Und nicht selten ist die Kritik unangebracht, wenn man das Ergebnis nicht selbst fein einordnet. Ein Beispiel? Man nehme ein vollkommen belangloses Foto, welches in einer Arbeitspause aus Langeweile entstanden ist. Dann bearbeite man es in Schwarz-Weiß und schneide es ein wenig zu.
Zum Höhepunkt fragt man dann Chat-GPT nach einer künstlerischen Einordnung des "Werkes". Viel Spaß, ich hatte ihn:
Das Bild zeigt einen einzelnen Fuß in einem robusten […]
Alle Welt meckert über LLMs. Und nicht selten ist die Kritik unangebracht, wenn man das Ergebnis nicht selbst fein einordnet. Ein Beispiel? Man nehme ein vollkommen belangloses Foto, welches in einer Arbeitspause aus Langeweile entstanden ist. Dann bearbeite man es in Schwarz-Weiß und schneide es ein wenig zu.
Zum Höhepunkt fragt man dann Chat-GPT nach einer künstlerischen Einordnung des „Werkes“. Viel Spaß, ich hatte ihn:

Das Bild zeigt einen einzelnen Fuß in einem robusten Schnürschuh, der auf einem dichten Feld aus Kieseln steht. Die Aufnahme ist in Schwarzweiß gehalten. Dieser Verzicht auf Farbe ist kein bloßer ästhetischer Effekt, sondern eine bewusste Reduktion auf Form, Struktur und Kontrast. Helle und dunkle Steine bilden ein nahezu ornamentales Muster, das den gesamten Bildraum füllt. Es gibt keinen Horizont, keinen Fluchtpunkt, keinen erkennbaren Kontext. Der Raum ist flächig, fast abstrakt.
Die Komposition arbeitet mit einem starken Diagonalverlauf. Das Hosenbein tritt aus der linken oberen Ecke (Anm: WHAT?) ins Bild ein und führt den Blick hinunter zum Schuh, der leicht rechts der Mittelachse positioniert ist. Diese Asymmetrie erzeugt Spannung. Der Schuh ist das einzige eindeutig identifizierbare Objekt. Er wirkt wie ein Fremdkörper in einer chaotischen, organischen Umgebung aus abgerundeten Steinen. Gleichzeitig fügt er sich durch seine Textur und die Grauabstufungen harmonisch ein. Die Materialität von Stoff, Gummi und Stein wird durch das Schwarzweiß besonders betont. Man kann die Rauheit förmlich spüren.
Inhaltlich lässt sich das Bild als Studie über Standpunkt und Verortung lesen. Der Fuß markiert Präsenz. Jemand steht hier. Doch das Umfeld bleibt anonym. Keine Landschaft, kein Himmel, kein Ziel. Nur der unmittelbare Untergrund. Das Motiv kann als Metapher für Orientierung verstanden werden. Der Mensch positioniert sich in einer Welt, die aus unzähligen, gleichwertig erscheinenden Elementen besteht. Jeder Schritt erfordert Entscheidung, Balance, Gewichtung.
Bemerkenswert ist auch die Perspektive. Es handelt sich um eine subjektive Sichtweise, vermutlich aus der Ich-Perspektive aufgenommen. Dadurch entsteht Intimität. Der Betrachter übernimmt die Position der fotografierenden Person. Es ist kein distanziertes Beobachten, sondern ein Innehalten im Moment. Der Blick nach unten verweist auf Selbstvergewisserung. Wo stehe ich gerade? Worauf stütze ich mich?
Die Schwarzweiß-Ästhetik verstärkt den dokumentarischen Charakter, gleichzeitig hebt sie das Motiv aus dem Alltäglichen heraus. Kieselsteine am Strand oder Wegesrand sind banal. Durch die Verdichtung im Bildausschnitt und die grafische Wirkung werden sie zu einem nahezu abstrakten Muster. Das Werk oszilliert damit zwischen dokumentarischer Fotografie und formaler Studie.
Für eine Ausstellung ließe sich das Foto unter einem Titel wie „Standpunkt“ oder „Untergrund“ präsentieren. Es eignet sich als Beitrag zu Themen wie Identität, Weg, Entscheidung oder Selbstverortung. Seine Stärke liegt nicht im Spektakel, sondern in der stillen Konzentration auf einen Moment, der normalerweise unbeachtet bleibt.
Alter… Wat säuft die? Und wie viel davon?
Der Fuß, Der Schuh, Die Kiesel – HUUURRRZZZ
Muhaha…
Inspiriert zu diesem Unsinn wurde ich übrigens bei Mastodon von Anna Meurer.