Goodbye Amerika. #did und #dut
Heute ist der erste DID – Digital Independence Day oder eben auf Deutsch der DUT – Digitaler Unabhängigkeits Tag. Jeden ersten Sonntag im Monat ist ab jetzt #DID. Den hat Marc-Uwe Kling (das ist der mit dem Känguru) auf dem 39th Chaos Communication Congress ausgerufen / vorgestellt und viele Organisation finden das eine tolle Idee und so findet der DID unter der Flagge von Save Social statt.
Die Kurzversion habe ich auf die schnelle bei Youtube gefunden, das komplette Video gibt es auch konzernfrei auf der Seite des CCC: https://media.ccc.de/v/39c3-die-kanguru-rebellion-digital-independence-day
Auf der Webseite Di.Day gibt es kleine und große Rezepte für mehr digitale Unabhängigkeit von den großen (oft amerikanischen) Techgiganten. Denn wenn wir im Moment eins lernen, dann das nichts mehr sicher ist und Flitzpiepe Trump mit seinen Vasallen alles in Schutt und Asche legen könnte, was bisher galt.
Wir können nicht immer nur von digitaler Unabhängigkeit bzw. digitaler Souveränität reden, wir müssen ins tun kommen. Jeder von uns. Es geht beim DID nicht darum, direkt alles auf einmal umzuwerfen, sondern in Schritten. Einfach mal machen. Drüber nachdenken und weiter machen. Mal ist es der Browser, dann die Suchmaschine, bei jemand anders ist es endlich der Schritt weg von X hin zu Mastodon. Endlich der Wechsel von WhatsApp zu Signal.
Ich habe in den letzten Jahren einige Schritte rein in die digitale Unabhängigkeit gemacht. Nicht immer nur aus diesen Gründen, sondern weil ich es zum Beispiel nicht eingesehen habe, einen neuen PC/Notebook zu kaufen, nur weil Microsoft das gerne hätte. Deshalb läuft heute Linux auf meinen Rechnern und ich vermisse nix. Sie sind deutlich schneller als noch unter Windows. Die Drucker zicken genauso rum wie bei Microsoft und in Kundenmeetings kann ich mich trotzdem über Microsoft aufregen, wenn ich dieses schrottige Microsoft Teams verwenden muss. Also ein guter Schritt.
Vor einigen Zeit bin ich dann auch endlich wieder von Google Chrome zu einem anderen Browser gewechselt. Bei mir ist Vivaldi mittlerweile der Hauptbrowser auf allen Geräten (und es gibt Vivaldi wirklich für alle Systeme).
Das ist auch mein Tipp für den ersten DID: Schaut euch Vivaldi an. Installiert und nutzt ihn: https://vivaldi.com/de/
Ach ja, er synchronisiert auf Wunsch zwischen allen Geräten, hat ein Mailprogramm mit drin. Mastodon-Account gibt es auch dazu (wenn gewünscht). VPN mit einem Klick integriert. Kein KI-Quatsch. Und, und und. Als zweiter Browser läuft bei mir der Klassiker Mozilla Firefox auf allen meinen Geräten.
Kleiner Seiteneffekt meines Browserwechsel: Ich nutze wesentlich weniger Google als Suchmaschine, denn bei Vivaldi war Ecosia installiert und ich wechsel im Moment immer mal zwischen Ecosia und anderen hin und her. Google ist auf dem Desktop nur noch dritte Wahl.
Den Wechsel von X zu Mastodon habe auch schon vor längerer Zeit vollzogen. Aus den bekannten und offensichtlichen Gründen. Seid ihr da auch schon weg?
Soll ich noch ein bisschen mehr von meinem Schritten in die digitale Souveränität berichten? Was habt ihr schon gemacht um unabhängiger von den großen Konzernen zu werden? Was ist euer nächster Schritt?
p.s. SaveSocial (den Träger des DID) habe ich schon mal hier im Blog erwähnt. Anfang letzten Jahres im Rahmen von #sosollweb und der DID gehört da für mich mit rein: So soll Web.
Vivaldi Browser | Leistungsstarker, persönlicher und privater Webbrowser