Sehr viele mir bekannte ADHSler*innen akzeptieren die Folgen ihrer Verpeiltheit mit viel (Galgen-)Humor. Zum Beispiel gibts die "ADHS-Steuer". Für ausgeliehene Bücher, die man vergessen hat, zurückzubringen. Oder für Gebühren, wenn man wieder mal einen neuen Ausweis braucht, weil man den alten nicht mehr findet. Ihr versteht, was ich meine.
Wenn aber, wie bei mir, Autismus und ADHS bestehen, ist Schluss mit Lustig. Wenn mein ADHS-Anteil etwas Wichtiges verlegt oder vergisst oder verliert, dann bedeutet das für meinen Autismus-Anteil einen (gefühlt) lebensbedrohlichen Kontrollverlust. "Lebensbedrohlich", weil ich die Folgen in dem Augenblick nicht abschätzen kann. Deswegen gerate ich dann oft in einen Zustand der absoluten Panik und komme davon kaum noch runter.
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