Auch staatliche Autorität lehnen sie, im Gegensatz zu Anarchist*innen, keineswegs strikt ab, wie es manchmal behauptet wird, sondern sie wollen diese nur in den Bereichen einschränken, wo sie ihren Profiten im Weg stehen. Wie Thiel und Musk aber auch Milei in Argentinien zeigen, benötigen und benutzen sie jedoch weiterhin staatliche Macht (wie die "Innere Sicherheit") zur Stützung ihrer Positionen und zur Wahrung ihres Eigentums. Mit dem Libertarismus unterschiedlicher anarchistischer und antiautoritärer Strömungen hat das Nichts zu tun.
Und schließlich sollte auch bedacht werden, dass staatliche Regulierungen kein Antidot zur Herrschaft der Reichen und Konzerne sind. Staatliche und EU-Regulierungen, wie zB zum "Urheberrecht" (eigentlich Rechteinhaberrecht), zum Eigentum oder auch die "digitalen Identitäten" zeigen sehr deutlich, wie solche Regulierungen erst recht dafür sorgen, dass Konzerne ihre Profit- und Machtinteressen durchsetzen können. Der Staat, oft in vielen Bereichen mit Konzernen verschmolzen, garantiert dies erst.